Bluescreen
Der Begriff „Bluescreen" fasst die Techniken zusammen, mittels derer man Hauptmotive vor einem farbigen Hintergrund freistellen kann.
Die Technik ist bereit aus dem Fernsehen hinlänglich bekannt. Sie wird Z. B. in den Nachrichten angewendet, dabei wird anstatt dem einheitsblau, Grafiken oder Bilder eingeblendet.
Da blau oder grün am wenigsten unseren Hauttönen entsprechen, werden diese Farben für die Trennung zwischen Motiv und Hintergrund verwendet.
Die Anfänge des „Bluescreens“ sind im Film King Kong von 1933 zu bestaunen, seit der Einführung dieser Technik hat sich einiges getan, so demonstriert Peter Jacksons Version von King Kong (2005) eindrucksvoll, wie weit man mit der „Bluescreen-Technologie“ gehen kann.
Seit dem digitalen Zeitalter ist diese Technik auch Hobbyfilmern und Hobbyfotografen zu gute gekommen.
Was ist wichtig?
· Hintergrund hell und gleichmäßig ausleuchten
· Hauptmotiv unabhängig vom Hintergrund beleuchten
Aufbau Hintergrund
Der Hintergrund soll möglichst mit zwei identischen (eine links der andere rechts), mit Softbox ausgestatteten, starken Lichtquellen ausgeleuchtet werden.
Die Softbox ist kein muss, aber durch das diffuse Licht erscheint der Hintergrund einheitlicher, was das freistellen um ein vielfaches erleichtert.
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Montage Mohnfeld |
Montage BMW Welt |
Montage U-Bahn |
Material
Es kann sowohl Papier, als auch Stoff als Hintergrund verwendet werden, wobei sich für dunklere Motive eher ein blauer Hintergrund und für helle Motive eher ein grüner Hintergrund eignet.
Aufbau Vordergrund
Das Hauptmotiv sollte mit der Lichtführung so in Szene gesetzt werden, dass es sich in den zu montierenden Hintergrund harmonisch und glaubhaft einfügen lässt.
Die zweite Lichtquelle (Blitzanlage) sollte in jedem Fall mit einer Softbox ausgestattet sein, da das diffuse Licht, das dem Tageslicht sehr ähnlich ist, der menschlichen Haut schmeichelt. Zwischen dem Hintergrund und dem Hauptmotiv sollte genügend Platz sein, damit keine Schatten entstehen. Außerdem wird verhindert, dass sich blaue oder grüne Reflektionen um das Hauptmotiv bilden. Man spricht vom sogenannten „Spillingeffekt“ (Hauptmotiv wird nicht sauber vom Hintergrund getrennt).
Zu diesem Effekt kann es aber auch durch reflektierende Kleidung oder wenn das Hauptmotiv nass oder ölig ist kommen.
Meistens wird ein Abstand von zwei Metern zwischen Motiv und Hintergrund gewählt, Profis mit einem großen Studio bevorzugen dagegen einen erheblich größeren Abstand.
Belichtungszeit, Blende und Blitzintensität sollten am besten manuell aufeinander abgestimmt werden.
