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Deep Focus Fusion

Wer jemals versucht hat eine Blume oder einen Pilz so zu fotografieren, dass der Stiel und der Kopf gleichmäßig scharf ist kennt das Problem. Starkes Abblenden vergrößert zwar den Schärfebereich, doch dadurch wird auch die Beugung immer mehr sichtbar. Dank der digitalen Fotografie gibt es nun einen Ausweg: DFF (Deep Focus Fusion).
DFF wird hauptsächlich in der digitalen Makrofotografie genutzt, durch diese Technik wird  eine ungewöhnlich große Tiefenschärfe erreicht. DFF ist eine Kombination aus fotografischen Serienaufnahmen und Bildbearbeitung.

Wie funktioniert DFF?

Bei DFF werden von dem gleichen Objekt mehrere Bilder fotografiert. Allerdings werden die Bilder nicht mit verschiedenen Belichtungen erstellt, sondern lediglich mit unterschiedlichen Schärfebereichen. Da sich bei der Fokusänderung eine Änderung des Abbildungsmaßstabs ergibt und sich Objekte im Bild geringfügig verschieben, muss vor der eigentlichen Montage der einzelnen Bilder noch eine Bildtransformation zur bestmöglichen Überlagerung der Bilder durchgeführt werden. Das Zusammenfügen der einzelnen Bilder wird anschließend mit einer Spezialsoftware vorgenommen.

 

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Aufnahmetechnik

Ich verwende bei der Makrofotografie normalerweise immer ein Stativ, einen Kabelauslöser und gelegentlich die Spiegelvorauslösung. Ich denke manchmal wäre auch ein Winkelsucher ratsam, aber da ich selbst noch keinen besitze kann ich dahingehend keine Empfehlung aussprechen.
Für das Zusammenfügen der einzelnen Bilder stehen meines Wissens zurzeit zwei Programme zur Verfügung:

Es gibt zwei Möglichkeiten das gewünschte Ziel zu erreichen.

  1. Verschiebung der Schärfeebene durch Drehung des Fokusringes
  2. Verschiebung der Aufnahmeeinheit mittels Einstellschlitten

Ich selbst verwende die zweite Aufnahmetechnik, da ich so den Schärfebereich feiner dosieren kann.

Allerdings entstehen durch einen Einstellschlitten auch Kosten von rund € 100,-- bis € 150,--.

Uns so funktioniert es:

Eine Blendeneinstellung von 4,7 bis 7,1 hat sich meiner Erfahrung nach bewährt. Wie viele Aufnahmen sinnvoll sind, hängt von der verwendeten Blende ab. Auf jeden Fall sollten die Schritte nicht zu groß gewählt werden, damit bei der späteren Bildbearbeitung keine „unscharfen Löcher“ im Bild entstehen. Der Schärfebereich der einzelnen Bilder sollte sich deshalb zwischen 30% und 50% überlappen.

Bildbearbeitung

Ich selbst habe bisher lediglich mit der kostenlosen Software Combine ZM gearbeitet, aber ganz gute Ergebnisse damit erzielt. Leider ist keine Software perfekt, also wird es immer wieder Stellen im Bild geben, die nicht durchgehend scharf sind. Diese Bildausschnitte lassen sich aber mit anderer Bildbearbeitungssoftware immer ausgleichen.
Combine ZM ist in der Anwendung (leider nur auf Englisch erhältlich) relativ einfach. Alle Bilder werden mit „File New“ geladen und das erste Bild wird angezeigt. Mit „Macro/Do Stack" wird nun das Zusammenfügen der einzelnen Bilder gestartet. Nachdem das Protokoll-Fenster verschwunden ist, sieht man das Ergebnis und kann das Bild mit „File > Save Frame Picture As" abspeichern. Jetzt muss nur noch der „unscharfe“ Rand um das eigentliche Bild entfernt werden und fertig ist das DFF-Bild.

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